Wir über uns

mosesverlagWir haben uns schon gedacht, dass Sie ein bisschen neugierig sind. Weshalb geht man sonst auf die „Wir über uns“-Seite? Und außerdem dachten wir, wenn wir schon ein bisschen „über uns“ plaudern, können wir Ihnen auch gleich ein wenig über die Arbeit in einem Verlag erzählen. Und über die Entstehung unserer Produkte. Also über alles.  Und alles in einem Aufwasch.

Wie entstehen überhaupt Bücher?

Und was managt eigentlich ein Produktmanager?

 

produktmanagementspielewissenFangen wir mal gleich mit einer Ausnahme an: Die Autoren, die die Bücher schreiben oder sich Spiele ausdenken, arbeiten überhaupt nicht im Verlag. Genauso wenig wie die Menschen, die die Bücher illustrieren oder die Fotos machen. Das sind Freischaffende, die zu Hause in ihrem Kämmerchen sitzen und vor leeren Blättern an ihrem Bleistift kauen. Manchmal haben wir im Verlag eine Idee für ein Buch oder ein Spiel, dann bitten wir einen Autoren, uns das Buch dazu zu schreiben oder ein Spiel für uns zu entwickeln. In anderen Fällen tritt ein Autor mit einer Idee an den Verlag heran. Abgeliefert wird dann ein Manuskript, das noch durch Fotos oder Illustrationen ergänzt wird. Damit haben wir gewissermaßen den Rohstoff für ein Buch oder ein Spiel, der nun auf den Tischen unseres Lektorats landet.  Hier werden die Manuskripte und Spielideen dann geprüft und bearbeitet. Bei uns sind die Lektoren/innen aber eher Produktmanager/innen, weil sie über das klassische Lektorat hinaus auch zuständig sind für die Gestaltung der Umschläge und Verpackungen, die Auswahl der Illustratoren oder Fotografen, die Verträge, die Marktbeobachtung und tausend andere Dinge. Also schlussendlich für den Erfolg ihrer Produkte.

Wer sagt denn, dass Verlage nur Bücher machen?

 

produktmanagementfuerdiekleinenWir zum Beispiel haben ja nicht nur Bücher, sondern auch ein breites Programm von Geschenkartikeln, nützlichen Buchaccessoires und Spielwaren. Im Buchhandels-Fachjargon logischerweise „Non-Books“ genannt. Das sind all die netten Dinge, die Sie bei Ihrem Buchhändler finden und die irgendwie zu den Büchern dazu gehören und das Sortiment attraktiver machen. Die Arbeit eines Produktmanagers für Non-Books ist eigentlich ein Klacks: Man fliegt ein bisschen durch die Welt, besucht Messen, plaudert mit Produktdesignern und lässt anschließend bei weltweit über 100 Lieferanten ein paar nette Dinge produzieren. Dann wird noch ein bisschen koordiniert, damit alles in der richtigen Menge, in der richtigen Farbe, zur richtigen Zeit und in der richtigen Qualität am richtigen Ort ankommt. Freude im Team kommt allerdings auf, wenn der indischen Laster, der unsere herrlich bunten Schlüsselanhänger zum Schiff bringen sollte, im Graben gelandet ist. Oder wenn der Chef 2 Minuten vor dem Produktionsstart die Schrift auf der Verpackung doch lieber noch 2 mm größer haben möchte. Na ja, ein bisschen Stress soll ja gesund sein.

Spielen ist doch kein Beruf! - Bei uns schon.

 

produktmanagementfuerdiegrossenNeben den Büchern und den Non-Books haben wir noch einen weiteren Programmbereich: Die Spiele. Das ist aber nur der Oberbegriff. Denn genau genommen sind es: Kinderspiele, Familienspiele, Kartenspiele, Geduldsspiele, Kommu- nikationsspiele, Wortspiele, Rätsel- spiele und der Denksport gehört auch noch hier hin. Um diesen Bereich kümmern sich bei uns zwei „Berufsspieler“. Superjob, oder? Ganzen Tag spielen und ein Gehalt gibt’s auch noch! Aber mal Spiel beiseite: Nirgendwo ist die Entwicklungszeit so lange und so intensiv. Nirgendwo testen wir mehr und genauer. Und zwar durch etliche Test-Spielrunden pro Spiel. Macht’s Spaß? Versteht man die Spielregeln? Stimmt der gedachte Spielablauf? Passt die Spieldauer? Und, und, und. Dann wäre da übrigens noch die Packungsgestaltung und die Preiskalkulation. Puh! Bei der ganzen Arbeit trifft es unsere Jobbezeichnung „Produktmanager Programmbereich Spiele“ wohl besser als „Berufsspieler“.

Ein Schiff wird kommen...

 

dispositionNehmen wir (aus gutem Grund!) mal an, dass die Bücher und Non-Books und Spiele, die unsere Produktmanager entwickelt haben, Ihnen gefallen und wir bei unseren Lieferanten fleißig nachbestellen müssen, dann kommt unsere Dispositionsabteilung ins Spiel. Das ist die knallharte Truppe, die die Preise verhandelt, Lieferzeiten festklopft und schlussendlich die Aufträge erteilt.  Anschließend jagen sie LKWs durch Europa, schieben Container hin und her und lassen Schiffe über die Weltmeere fahren. Unsere Dispositionsabteilung hat den Warenfluss im Griff! Sollten wir trotzdem einmal bei einem Artikel nicht lieferbar sein, dann liegt es hoffentlich daran, dass unsere Kunden mehr gekauft haben als wir geplant hatten. Ein schönes Problem, um das wir uns dann superschnell kümmern.

Wer hätte das gedacht? Ein Verlag ist keine Druckerei!

 

herstellung

Kommen wir zurück zur Buch- produktion: Für die Bücher hätten wir jetzt also eine Word-Datei mit dem Text des Autors und - sagen wir mal - eine CD mit Fotos oder Illustrationen. Das sieht ja noch nicht sehr nach einem Buch aus. Jetzt schlägt die Stunde unserer Grafiker und Hersteller. Denn unsere Hersteller kennen fleißige (externe) Layouter, die Text und Bilder so geschickt miteinander mischen können, dass beides auf eine Buchseite passt. Am Ende natürlich auf viele Buchseiten. Manchmal sind die Buchseiten auch Karten – wie bei den „black stories“. Aber das ist dem Layouter egal. Hauptsache am Ende sieht das alles gut aus. Das Ergebnis schicken unsere Hersteller dann zu einer Druckerei, die endlich ein fertiges Buch daraus macht. Und weil unsere Herstellungsabteilung dafür sorgen soll, dass sich der ganze Aufwand auch für uns lohnt, kalkulieren und feilschen sie solange, bis „unten“ die richtige Zahl steht.

Ohne Werbung läuft nix!

 

werbungpresse

Wenn die Bücher und Spiele dann endlich gedruckt und die tollen Nonbooks fertig produziert bei uns im Lager liegen, sind wir zwar sehr stolz auf das Ergebnis, aber Sie als unser möglicher Kunde wissen leider noch nichts davon. Das geht natürlich nicht. Deshalb informieren wir Sie hier im Internet, gehen auf Messen, drucken Kataloge, machen Anzeigen und vieles mehr. Wir nennen das etwas übertrieben „Marketing“. Und damit den Damen der Abteilung Presse und Werbung nicht langweilig wird, machen wir die Kataloge zweimal im Jahr neu. Weil solche Kataloge auch nicht viel anders als Bücher sind, kennen wir uns da aus. Fotos und Texte von ein paar Hundert Artikeln werden so geschickt gemischt, dass… Nun, Sie wissen das ja inzwischen auch! Und wenn gerade mal kein Katalog gemacht werden muss, dann kümmern sich unsere Expertinnen um die Pressearbeit. Das heißt, sie sagen allen Journalisten bei Zeitungen, Zeitschriften, Hörfunk, Fernsehen und natürlich im Internet, dass wir tolle Bücher und Nonbooks machen. Das finden die Journalisten dann auch und berichten darüber. (Wenn das mal so einfach wäre!) Sollten Sie also demnächst von uns lesen, dann können Sie sicher sein, dass das der Arbeit dieses Teams zu verdanken ist.

Darf es sonst noch etwas sein?

 

vertrieb

Unser Lager ist also jetzt voll und die Kataloge sind gedruckt. Dummerweise rennen uns unsere Kunden nun nicht automatisch die Türen ein, sondern wir müssen unsere Produkte beim Kunden anbieten. Unsere Kunden, das sind zwar schlussendlich Sie, aber zuvor natürlich die Buchhandlungen, Spielwarengeschäfte, Museumsshops und viele andere mehr. An deren Türen klopfen jetzt unsere Vertreter, unsere Key Account Manager oder unser Vertriebsleiter (so ein Vertriebsleiter klopft halt immer ein bisschen lauter!). Nun muss man zugeben, dass unsere Vertriebsmannschaft einen undankbaren Job hat. Denn wenn unsere Umsätze prima sind, dann sagen natürlich alle, dass sich unsere tollen Produkte von selbst verkaufen und wenn die Zahlen nicht so super sind, ist natürlich der Vertrieb schuld. Glücklicherweise sind unsere Umsätze aber eigentlich immer so, dass die vier ungeschoren davonkommen. Wenn Sie also einer unserer Kunden sind und wir irgendetwas für Sie tun können – die Damen und Herren vom Vertrieb freuen sich über Ihren Anruf.

"moses. Verlag, guten Tag, was kann ich für Sie tun?"

 

auftragsbearbeitung

Wenn wir bis hierhin alles gut und richtig gemacht haben, dann kommen jetzt endlich bergeweise Aufträge herein. Von Buchhandlungen, von Spielwarenhändlern, von Museumsshops oder von online-Händlern. Darüber freuen sich dann die Kundenberater/-innen bei uns im Hause und bei unserer Auslieferung LKG in Leipzig. Hier wie dort werden unsere Kunden professionell beraten, es werden Bestellungen aufgenommen, es werden Rechnungen gedruckt und man achtet auch darauf, dass das Geld ins Haus kommt. Wenn Sie gar keine Buchhandlung haben, aber vielleicht gerne hier eine Online-Bestellung machen möchten, dann landen Sie auf dem Schreibtisch der Privatkundenabteilung. Und das heißt bei uns, dass Sie super-freundlich und super-schnell bedient werden. Und falls Sie zu uns nach Kempen in den Lagerverkauf kommen möchten, haben wir auch noch viele super-günstige Angebote für Sie. Sie sind uns herzlich willkommen – egal ob online oder persönlich.

moses. worldwide.

(Die Überschrift gibt uns hier am Niederrhein so einen Hauch von „Große Welt“.)

 

foreign rights lizenzen

Haben Sie eigentlich das Buch „Den femte kvinnan“ gelesen? Nein? Aber vielleicht kennen Sie „Die fünfte Frau“ von Henning Mankell. So heißt nämlich der deutsche Titel des Romans. Und weil Sie, wegen Ihrer etwas holprigen Schwedisch-Kennt- nisse, das Buch nicht im Original lesen wollten, hat ein deutscher Verlag die Rechte beim schwedischen Verlag gekauft, den Text übersetzen lassen und es hier auf den Markt gebracht. Das klappt nicht nur mit Romanen, sondern auch mit Sachbüchern. Auch mit Kinder-Sachbüchern oder auch mit unseren black stories. Deshalb können wir die Veröffentlichungsrechte erfolgreicher Bücher und Spiele in andere Länder verkaufen. So gibt es zum Beispiel unser Buch „365 Experimente für jeden Tag“ auch in China, Korea, Griechenland und vielen anderen Ländern zu kaufen. In der Landessprache natürlich. Und die rabenschwarzen Rätselgeschichten aus unseren „black stories“ werden mittlerweile in mehr als 24 Ländern gelöst. Wenn Sie jetzt also – sagen wir mal – die Rechte für Papua-Neuguinea erwerben wollen, dann wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an unsere „Foreign Rights“-Expertin. Sie macht Ihnen bestimmt einen guten Preis.

Danke, danke!

 

zentrale

In jedem Unternehmen gibt es eine Abteilung, von der man nicht so genau weiß, wie sie heißt, geschweige denn was sie eigentlich so genau macht. Wir sagen es Ihnen: Alles! Von „A“ wie Ablage organisieren bis „Z“ wie Zettelblocks bestellen. Dazwischen machen sie noch die Post, buchen den Kollegen eine Reise, besorgen das Catering für die ellenlange Besprechung, bedienen die Telefonzentrale und ganz nebenbei wird auch noch kurz der Büroumbau organisiert. Kurz: Ohne diese Truppe bräche der Laden zusammen. Das kann man mit „Allgemeine Sachbearbeitung“ nur äußerst unzureichend bezeichnen. Uns ist aber auch nichts Besseres eingefallen. Deshalb wollen wir hier wenigstens mal anständig „Danke!“ sagen.

 

Die Welt der Zahl

 

buchhaltungAm Ende eines Tages räumen wir alle unseren Schreibtisch auf. Dann schmeißen wir jeglichen Papierkram in dem eine Zahl vorkommt auf die Tische unserer Buchhaltung. Und die muss dann sehen, dass auch alles richtig gebucht wird. Sie erinnern sich: Kasse an Lagerbestand und so! Jemand muss ja schließlich den Überblick halten. Im internen Ranking der Beliebtheit von Abteilungen steht diese hier ganz oben. Und das hat nichts damit zu tun, dass sie auch für die Zahlung der Gehälter zuständig ist, die Spesen auszahlt und die Kasse verwaltet. Gar nichts!

Jetzt aber raus damit!

 

lagerOrdnung ist das halbe Leben! Das ist das Motto in der Abteilung Lager & Versand. Aber Ordnung ist natürlich kein Selbstzweck. Sie soll nur dafür sorgen, dass unsere Kunden schnell und zuverlässig ihre Bestellungen bekommen. Hier bei uns im Lager treffen nicht nur die Bücher ein, sondern natürlich auch all die anderen Produkte unseres Programms, die aus allen Ecken der Welt kommen. Da heißt es Überblick im Chaos zu behalten! Auspacken, einpacken, umpacken, Displays packen. Und die Online-Bestellungen sollen natürlich auch noch ganz fix raus. Kein Problem! Diese starke Truppe hat alles im Griff!

Und was für eine Abteilung ist das denn?

 

moses geschaeftsleitung

Das ist die Abteilung „Gesellschafter & Geschäftsführer“. Die beiden älteren Herren sind Gerd Herterich (rechts) und Achim Tebartz (links). Beide sind Gesellschafter des Verlages. Gerd Herterich ist außerdem noch Geschäftsführer und leidenschaftlicher Programmchef. Die Herren gehören zur kleinen, geduldeten Minderheit der Männer im Verlag. Und weil Männer auch im hohen Alter eigentlich noch Kinder sind, sind sie für den Job in einem Verlag, der Kinderbücher, Spielzeug und nette Geschenke verkauft, auch bestens geeignet. Ansonsten brauchen die beiden noch breite Schultern, weil darauf schließlich die ganze Verantwortung ruhen muss. Die junge Dame in der Mitte ist Nina Tebartz, Gesellschafterin und Geschäftsführerin. Man sieht es ihren deutlich schmaleren Schultern nicht an, aber auf ihnen ruht etwas ganz Wichtiges: Die Zukunft des Verlages. Alle zusammen sorgen wir dafür, dass wir nicht stehen bleiben, dass wir immer wieder nach neuen Erfolg versprechenden Ideen suchen und innovative Produkte entwickeln. Produkte, die eine Idee mehr haben. Und nur wenn wir von unseren Produkten überzeugt sind, wenn wir selbst auch Spaß an unseren Büchern, Geschenken und Spielen haben, können wir sicher sein, dass Ihnen unser Sortiment auch gefällt. Und wir sind erst zufrieden, wenn Sie als unser Kunde es auch sind.